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 Hohe Versicherungskosten für Luxusautos
Hohe Versicherungskosten für Luxusautos, Foto: Pixabay/Pixabay-Lizenz

Die neuen Typklassen für 2026 bringen erhebliche Unterschiede bei den Versicherungskosten ans Licht. Während Fahrer kleiner Stadtwagen weiterhin günstig davonkommen, müssen Besitzer von Luxusfahrzeugen deutlich tiefer in die Tasche greifen. Zwischen den günstigsten und teuersten Modellen liegen bis zu 19-fache Kostenunterschiede.

Inhaltsverzeichnis:

Große Unterschiede zwischen Kleinwagen und Luxus-SUV

Eine aktuelle Auswertung von Verivox, veröffentlicht durch Focus Online, zeigt, dass die Preisspanne enorm ist. Am günstigsten fährt der Daihatsu Copen 1.3 mit rund 320 Euro pro Jahr. In derselben Typklasse 11 befinden sich auch der Smart EQ Fortwo Cabrio mit etwa 330 Euro und der Audi TT 1.8 mit 350 Euro. Diese Modelle gelten als Referenz für niedrige Versicherungskosten.

Deutlich teurer sind dagegen Fahrzeuge der Typklasse 34. Der Honda NSX (älteres Modell) kostet rund 2.900 Euro jährlich. Noch höher liegen die Luxus-SUV Range Rover Sport SV P635 AWD und Lotus Eletre S AWD. Beide Modelle verursachen rund 6.000 Euro Versicherungskosten im Jahr – das entspricht dem 19-fachen Wert des kleinen Daihatsu.

Vergleich der Modellrechnungen

Modell Typklasse Vollkasko Geschätzter Beitrag p. a. Verhältnis
Daihatsu Copen 1.3 11 ca. 320 € Referenz (1×)
Smart EQ Fortwo Cabrio 11 ca. 330 €
Audi TT 1.8 11 ca. 350 €
Honda NSX (älter) 34 ca. 2.900 €
Range Rover Sport SV P635 AWD 34 ca. 6.080 € 19×
Lotus Eletre S AWD 34 ca. 6.000 € 19×

Quelle: Focus Online / Verivox

Diese Zahlen verdeutlichen: Zwischen Kleinwagen und Luxusmodellen liegen Welten.

Warum die Typklasse entscheidend ist

Die Typklasse bestimmt wesentlich, wie teuer ein Auto versichert wird. Sie beruht auf Unfall- und Schadensstatistiken sowie auf der Häufigkeit von Diebstählen. Je öfter ein Modell in Unfälle verwickelt ist oder hohe Reparaturkosten verursacht, desto höher fällt die Einstufung aus.

Neben der Typklasse beeinflussen weitere Faktoren die Beitragshöhe:

  • Regionalklasse
  • Alter des Fahrers
  • Jährliche Fahrleistung
  • Schadensfreiheitsklasse

Ein Auto mit Hightech-Ausstattung und teuren Ersatzteilen verursacht im Durchschnitt höhere Kosten. Daher werden leistungsstarke Modelle von Versicherern oft in höhere Klassen eingestuft.

Schwankungen bei neuen und älteren Modellen

Neue Fahrzeuge werden zunächst vorsichtiger kalkuliert, da es an verlässlichen Schadensdaten fehlt. Fehlen Erfahrungswerte, orientieren sich die Versicherer an ähnlichen Fahrzeugen oder Crashtests. Dadurch können Typklassen in den ersten Jahren stark schwanken.

Auch ältere Sportwagen bleiben kostenintensiv. Ein Beispiel ist der Honda NSX, dessen Versicherung noch immer rund das Neunfache des Daihatsu kostet. Ersatzteile sind selten und Reparaturen aufwendig – beides treibt die Prämien weiter in die Höhe, auch Jahrzehnte nach Produktionsende.

Einige ältere Alltagsmodelle profitieren dagegen von günstigeren Einstufungen. So wurde etwa der Mitsubishi Colt um vier Klassen herabgestuft, ebenso der VW Polo der fünften Generation. Das kann die jährliche Prämie um mehrere Hundert Euro senken.

Geringere Unterschiede in der Haftpflicht

In der Kfz-Haftpflicht sind die Abweichungen weniger drastisch. Hier zählt vor allem die Unfallhäufigkeit. Der Range Rover liegt in Typklasse 22, der Daihatsu in Typklasse 10 – ein Unterschied von zwölf Klassen. Das führt zu etwa verdreifachten Beiträgen.

Wer jetzt die Versicherung vergleicht, kann je nach Modell mehrere Hundert Euro im Jahr sparen. Viele Anbieter haben ihre Typklassen für 2026 bereits angepasst, und ein Wechsel bis Ende November kann erhebliche Vorteile bringen.

Die Berechnungsgrundlage der Auswertung stammt von Verivox. Angenommen wurde ein 45-jähriger Alleinfahrer aus Berlin mit 12.000 Kilometern Jahresleistung und Schadensfreiheitsklasse 10.

Das Fazit ist eindeutig: Die Typklasse entscheidet maßgeblich über die Kosten – und der Unterschied zwischen Luxus-SUV und Kleinwagen kann Tausende Euro pro Jahr betragen.

Quelle: FOKUS online