Der Jahreswechsel bringt für Autofahrer in Deutschland zahlreiche konkrete Änderungen. Sie betreffen Steuern, Preise, Technik und Verwaltung. Mehrere Regelungen greifen ab dem 1. Januar 2026, andere im Jahresverlauf. Im Mittelpunkt stehen finanzielle Anpassungen, neue Umweltvorgaben und vereinfachte Verfahren, die Millionen Halter direkt betreffen und bereits jetzt für Diskussionen sorgen, ähnlich wie beim Streit um CO2-Kosten. Schon vor Jahresbeginn sind einige Entscheidungen gefallen. Andere treten stufenweise in Kraft. Die folgende Übersicht ordnet die wichtigsten Fakten und zeigt, welche Auswirkungen sie haben.
Inhaltsverzeichnis:
- Pendlerpauschale in Deutschland
- CO2-Abgabe und Kraftstoffpreise
- Führerscheinumtausch bis Januar 2026
Pendlerpauschale in Deutschland
Einheitlicher Satz ab erstem Kilometer
Ab dem 1. Januar 2026 gilt eine Pendlerpauschale von 0,38 Euro pro Kilometer ab dem ersten Kilometer. Die bisherige Staffelung entfällt vollständig.
Bislang lag der Satz bis Kilometer 20 bei 0,30 Euro. Nun zählt jeder einfache Arbeitsweg gleich, unabhängig vom Verkehrsmittel. Die Anpassung betrifft Millionen Berufstätige, für die das Auto weiterhin eine zentrale Rolle spielt, mehr hier.
Wesentliche Punkte in Kurzform:
- 0,38 Euro pro Kilometer
- gültig ab dem ersten Kilometer
- betrifft Auto, Fahrrad und ÖPNV
- nur für den einfachen Weg
Die Berechnung wird dadurch vereinfacht. Die Regelung gilt bundesweit.
CO2-Abgabe und Kraftstoffpreise
Entwicklung der CO2-Kosten bis 2028
Der CO2-Preis steigt 2026 auf 55 bis 65 Euro pro Tonne. Dadurch erhöhen sich die Kraftstoffpreise moderat.
Für das Jahr 2026 ergibt sich daraus ein Aufschlag von etwa 2,85 Cent pro Liter Super E10 und rund 3,19 Cent pro Liter Diesel. Die Auswirkungen reihen sich in eine längerfristige Entwicklung ein, die auch für Halter von Elektrofahrzeugen relevant bleibt, wie bei der Kfz-Steuer sichtbar wird.
Ab 2027 war ein freier Handel vorgesehen. Dieser Schritt wurde von den EU-Mitgliedstaaten auf 2028 verschoben.
Auswirkungen laut Berechnungen
| Jahr | CO2-Preis pro Tonne | Aufschlag Benzin | Aufschlag Diesel |
|---|---|---|---|
| 2021 | 25 Euro | ca. 7 Cent | ca. 8 Cent |
| 2022 | 30 Euro | ca. 8,4 Cent | ca. 9,5 Cent |
| 2023 | 30 Euro | ca. 8,4 Cent | ca. 9,5 Cent |
| 2024 | 45 Euro | ca. 12,7 Cent | ca. 14,2 Cent |
| 2025 | 55 Euro | ca. 15,7 Cent | ca. 17,2 Cent |
| 2026 | 55–65 Euro | ca. 15,7–18,6 Cent | ca. 17,3–20,5 Cent |
| 2027 | 55–65 Euro | ca. 15,7–18,6 Cent | ca. 17,3–20,5 Cent |
| 2028 | ca. 73 Euro | ca. 20,84 Cent | ca. 22,83 Cent |
Die Berechnungen basieren auf ADAC-Daten und Vergleichswerten aus dem Jahr 2020.
Führerscheinumtausch bis Januar 2026
Betroffene Jahrgänge
Wer seinen Führerschein zwischen 1999 und 2001 erhalten hat, muss ihn bis zum 19. Januar 2026 umtauschen. Das gilt auch für Ersatzdokumente nach Verlust oder Diebstahl.
Die Maßnahme ist Teil einer umfassenderen Reform, die den Führerschein in Deutschland langfristig verändern soll, zobacz hier.
Ausnahmen gelten für:
- Personen mit Geburtsjahr vor 1953
- Nutzung des alten Dokuments bis 2033
Bei Nichtumtausch drohen ein Verwarngeld von 10 Euro sowie eine verpflichtende Nachweiserbringung gegenüber der Polizei.
Quelle: Auto Bild, SN2 WORLD
FAQ
Was ändert sich 2026 bei der Pendlerpauschale?
Ab dem 1. Januar 2026 gilt ein einheitlicher Satz von 0,38 Euro pro Kilometer ab dem ersten Kilometer. Die bisherige Staffelung entfällt vollständig. Die Pauschale gilt weiterhin nur für den einfachen Arbeitsweg.
Wie wirkt sich der CO2-Preis 2026 auf die Spritpreise aus?
Der CO2-Preis liegt 2026 zwischen 55 und 65 Euro pro Tonne. Das führt zu einem Aufschlag von etwa 2,85 Cent pro Liter Super E10 und rund 3,19 Cent pro Liter Diesel.
Wird der CO2-Preis ab 2027 frei gehandelt?
Nein. Der ursprünglich geplante freie Handel ab 2027 wurde von den EU-Mitgliedstaaten auf das Jahr 2028 verschoben.
Wer muss den Führerschein bis Januar 2026 umtauschen?
Betroffen sind Personen, deren Führerschein zwischen 1999 und 2001 ausgestellt wurde oder in diesem Zeitraum nach Verlust oder Diebstahl neu ausgestellt wurde. Der Stichtag ist der 19. Januar 2026.
Welche Strafe droht bei einem versäumten Führerscheinumtausch?
Wer mit einem nicht umgetauschten Führerschein kontrolliert wird, muss mit einem Verwarngeld von 10 Euro rechnen und den neuen Führerschein später bei der Polizei vorlegen.
Gelten die alten Papierführerscheine im EU-Ausland weiterhin?
Ja. Die EU-Staaten erkennen die alten Papierführerscheine noch bis zum Jahr 2033 gegenseitig an, auch bei Fahrzeuganmietungen im Ausland.