Mazda stellt mit dem vollelektrischen 6e ein neues Fließheckmodell vor, das sich gegen den dominierenden SUV-Trend am Markt stemmt. Der japanische Hersteller kombiniert markantes Design mit technischer Raffinesse und attraktiver Preisgestaltung. Damit positioniert sich der 6e bewusst als Alternative zu beliebten Modellen wie dem VW ID.7, BMW i5 oder Mercedes EQE.
Inhaltsverzeichnis:
- Preisvergleich mit VW ID.7 und Mercedes EQE
- Hochwertiges Interieur und viel Platz
- Zwei Batterievarianten mit unterschiedlichen Eigenschaften
- Fahrverhalten und Rekuperation
- Ausblick auf CX-6e und chinesisches Pendant
Preisvergleich mit VW ID.7 und Mercedes EQE
Der Mazda 6e ist rund 20 Prozent günstiger als der VW ID.7. Während Volkswagen für sein Modell etwa 54.000 Euro verlangt, beginnt die Preisliste beim Mazda bei 44.900 Euro. Besonders deutlich wird der Unterschied beim Vergleich mit der Oberklasse: Zum Mercedes EQE oder BMW i5 ergibt sich ein Preisvorteil von mehr als 25.000 Euro.
Mazda erreicht diese Preisstruktur durch die enge Zusammenarbeit mit dem chinesischen Hersteller Changan. Die Produktion findet in Nanjing statt. Trotz des günstigen Preises ist der 6e hochwertig ausgestattet und bietet ein Interieur, das sich eher an Mercedes oder BMW orientiert als an Volkswagen.
| Modell | Preis ab (EUR) | Preisvorteil zum Mazda 6e |
|---|---|---|
| Mazda 6e | 44.900 | – |
| VW ID.7 | 54.000 | ca. 9.100 |
| Mercedes EQE | ab 70.000 | über 25.000 |
| BMW i5 | ab 72.000 | über 27.000 |
Hochwertiges Interieur und viel Platz
Das Cockpit des Mazda 6e ist mit Veloursleder verkleidet und wirkt hochwertig und klassisch. Anders als bei vielen Elektroautos wirkt der Innenraum nicht verspielt. Ein zentraler Touchscreen lässt sich auch während der Fahrt bedienen. Kameras rund ums Fahrzeug verbessern die Übersicht, was angesichts des automatisch ausfahrenden Heckspoilers bei 90 km/h auch nötig ist.
Bei 2,90 Metern Radstand bietet der Mazda 6e viel Platz auf allen Sitzen. Der Kofferraum fasst 466 Liter, bei umgeklappter Rückbank sogar bis zu 1.074 Liter. Kleine praktische Mängel wie das fehlende Umklappen der Rückbank vom Kofferraum aus bleiben jedoch.
- Mittelkonsole: groß dimensioniert
- Frunk: 72 Liter
- Kofferraum: 466 Liter
- Maximales Ladevolumen: 1.074 Liter
Zwei Batterievarianten mit unterschiedlichen Eigenschaften
Mazda bietet zwei Batterievarianten für den 6e an:
- Standard-Modell mit 68,8 kWh LFP-Akku, Reichweite 479 km, Ladeleistung 165 kW
- Long Range mit 80 kWh NCM-Akku, Reichweite 552 km, Ladeleistung 90 kW
Trotz größerer Kapazität lädt die Long-Range-Version langsamer. Das kleinere Modell lädt in 24 Minuten von 10 auf 80 Prozent, während die größere Batterie 47 Minuten benötigt.
| Version | Kapazität (kWh) | Reichweite (km) | Ladeleistung (kW) | Ladezeit (10–80%) |
|---|---|---|---|---|
| Standard | 68,8 | 479 | 165 | 24 Minuten |
| Long Range | 80 | 552 | 90 | 47 Minuten |
Fahrverhalten und Rekuperation
Die Motorleistung unterscheidet sich nur geringfügig: Beim kleinen Akku beträgt sie 258 PS, beim großen 245 PS. In beiden Fällen liegt das Drehmoment bei 320 Nm. Die Beschleunigung ist mit 7,6 und 7,8 Sekunden nahezu identisch. Die Höchstgeschwindigkeit wird bei 175 km/h elektronisch begrenzt.
Die Fahrcharakteristik ist auf Komfort ausgelegt. Das "Jinba Ittai"-Prinzip – die Einheit von Fahrer und Fahrzeug – wird durch eine gelassene Abstimmung ersetzt. Eine echte One-Pedal-Funktion gibt es nicht. Die Rekuperation lässt sich nur im Individual-Modus verstellen und reicht nicht für rein einpedaliges Fahren.
Ausblick auf CX-6e und chinesisches Pendant
Trotz der Limousinen-Offensive bleibt Mazda vorsichtig. In China basiert das Modell auf dem dort bereits erhältlichen EZ-60. In Europa wird auf dieser Basis der SUV CX-6e erscheinen – voraussichtlich zum Jahreswechsel. Mazda will so auch SUV-Kunden ansprechen, die bislang eher zu Modellen wie dem VW ID.4 oder Skoda Enyaq greifen.
Mit dem 6e zeigt Mazda, dass Elektromobilität auch jenseits von SUV möglich ist. Das Modell kombiniert Eleganz, Raumangebot und bezahlbare Technik – und setzt damit ein klares Zeichen gegen den Einheitslook vieler Stromer.
Quelle: Auto Bild, YouTube