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Elektrischer Luxus in seiner edelsten Form
Elektrischer Luxus in seiner edelsten Form, Foto: Pexels/Pexels-Lizenz

Der neue Mercedes-Maybach EQS 680 SUV zeigt, dass Elektromobilität und Luxus eine harmonische Verbindung eingehen können. Mit einem Preis von über 200.000 Euro, einem Gewicht von rund drei Tonnen und einer Reichweite von bis zu 600 Kilometern setzt das Modell neue Maßstäbe. Die Frage bleibt, ob sich der deutliche Aufpreis gegenüber dem EQS 580 SUV wirklich lohnt.

Inhaltsverzeichnis:

Design und äußere Merkmale

Auf den ersten Blick unterscheidet sich der Maybach kaum vom regulären EQS SUV. Erst beim zweiten Hinsehen werden die typischen Merkmale sichtbar. Der aufrecht stehende Mercedes-Stern auf der Motorhaube, die vertikalen Chromstreben im sogenannten Black Panel und zahlreiche Maybach-Logos machen den Unterschied. Die Länge beträgt 5,13 Meter, die Breite über zwei Meter, das Leergewicht liegt bei 3075 Kilogramm.

Die optionale Zweifarbenlackierung mit feinen Linien kostet rund 15.000 Euro extra. Auch die beleuchteten Trittbretter gehören zu den exklusiven Details. Serienmäßig rollt das Modell auf 21-Zoll-Rädern, 22-Zöller sind gegen Aufpreis erhältlich. Trotz seiner Präsenz wirkt das Fahrzeug zurückhaltender als Konkurrenten wie Rolls-Royce Cullinan oder Bentley Bentayga.

Test des Luxus-SUV Mercedes-Maybach EQS 680 – elektrische Leistung, Komfort und deutsche Präzision:

Film: YouTube / Kanal nextmove

Mehr über die Entwicklungen im Bereich elektrischer Luxusfahrzeuge findest du in unserem Beitrag über den Maybach SL 680.

Innenraum und Ausstattung

Im Innenraum offenbart sich der wahre Luxus. Die Serienausstattung „Leder Nappa Exklusiv“ in Espressobraun/Balaobraun Pearl ist ebenso erhältlich wie helle Varianten. Das vegetabil gegerbte Leder nutzt Kaffeebohnenschalen – ein Hinweis auf nachhaltigere Materialverwendung.

Der Sitzkomfort ist außergewöhnlich. Besonders im Fond bietet der Maybach elektrisch verstellbare, klimatisierte und mit Massagefunktion ausgestattete Sessel. Die „First-Class-Fond“-Option (17.017 Euro) umfasst eine Mittelkonsole mit Klapptischen, Champagnerkelchen und Kühlfach.

Das Infotainment basiert auf dem MBUX Hyperscreen, einem 1,41 Meter breiten Display-System mit drei Bildschirmen. Rosegoldene Rahmen und tiefblaue Oberflächen prägen das Erscheinungsbild. Das Burmester 4D-Soundsystem mit Dolby Atmos ist serienmäßig und bietet eine beeindruckende Klangqualität.

Motor, Reichweite und Ladeleistung

Unter dem Fahrzeugboden arbeiten zwei Elektromotoren mit zusammen 484 Kilowatt (658 PS) Leistung und 950 Newtonmeter Drehmoment. Der Sprint von 0 auf 100 km/h gelingt in 4,4 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 210 km/h.

Die nutzbare Batteriekapazität beträgt 118 Kilowattstunden, die Reichweite bis zu 612 Kilometer nach WLTP. In der Praxis sind zwischen 445 und 550 Kilometer realistisch. Der Verbrauch liegt laut Hersteller zwischen 22 und 24 Kilowattstunden pro 100 Kilometer, real etwa 25 bis 32 Kilowattstunden.

An Schnellladesäulen kann mit bis zu 200 Kilowatt geladen werden. Laut Mercedes dauert es 31 Minuten, um den Akku von 10 auf 80 Prozent zu bringen. Beim Test zeigte sich jedoch, dass die Ladeleistung teils auf 70 Kilowatt sank.

Technische Daten Wert
Leistung 484 kW / 658 PS
Drehmoment 950 Nm
Batterie 118 kWh
Reichweite (WLTP) bis 612 km
0–100 km/h 4,4 s
Höchstgeschwindigkeit 210 km/h
Leergewicht 3075 kg

Weitere Informationen über zukünftige E-Fahrzeugstrategien in Deutschland findest du im Artikel hier.

Fahrverhalten und Komfort

Die serienmäßige Luftfederung Airmatic und die Hinterachslenkung machen das schwere Fahrzeug erstaunlich wendig. Das Fahrwerk filtert Unebenheiten nahezu vollständig, eine Kamera erkennt Bodenwellen im Voraus.

Im sogenannten Maybach-Modus gleitet das SUV nahezu lautlos. Der Geräuschkomfort ist exzellent, und die Kabine bleibt auch bei Autobahntempo bemerkenswert still. Das Fahrzeug ist nicht für sportliches Fahren gedacht, sondern für maximalen Komfort auf langen Strecken.

Die präzise, aber ruhige Lenkung unterstützt den entspannten Charakter. Die Rücksitze bieten eine Atmosphäre, die eher an eine Lounge erinnert als an ein Auto.

Einen weiteren Einblick in die technologische Entwicklung moderner Elektro-SUVs bietet unser Bericht über den BMW iX3 mit 800 km Reichweite.

Preis und Optionen

Der Basispreis des Mercedes-Maybach EQS 680 SUV liegt bei 200.634 Euro. Zum Vergleich: Der EQS 580 SUV kostet 147.923 Euro, der EQS 450+ 110.801 Euro. Der Aufpreis beträgt rund 50.000 Euro.

Zur Serienausstattung zählen:

  1. MBUX Hyperscreen
  2. Burmester 4D-Soundsystem
  3. Luftfederung Airmatic
  4. Hinterachslenkung
  5. Nappa-Lederinterieur
  6. Wartungspaket (6 Jahre / 90.000 km)

Das optionale „Night Series“-Paket kostet knapp 30.000 Euro. Zusammen mit dem „First-Class Fond“ steigt der Preis schnell auf 250.000 Euro. Mit Sonderlackierungen und individuellen Extras kann der Endpreis 280.000 Euro oder mehr erreichen.

Damit bewegt sich der Maybach preislich im Bereich eines Rolls-Royce oder Bentley, bleibt jedoch moderner und technisch fortschrittlicher.

Der Mercedes-Maybach EQS 680 SUV verbindet elektrische Effizienz mit exklusiver Handwerkskunst. Sein hoher Preis und das enorme Gewicht zeigen, dass Luxus und Nachhaltigkeit derzeit noch ein Kompromiss sind. Doch das Modell beweist eindrucksvoll, dass Elektromobilität längst in der Oberklasse angekommen ist.

Quelle: FOCUS online