Der Mercedes CLA fährt elektrisch und mit Verbrennungsmotor. Das Modell ist noch jung. Dennoch verzeichnet das Kraftfahrt-Bundesamt mehrere Rückrufe. Sie betreffen überwiegend Fahrzeuge aus den ersten Zulassungsmonaten. Die Hinweise des KBA beziehen sich vor allem auf sicherheitsrelevante Bauteile und Assistenzsysteme, wie sie auch im Zusammenhang mit der Entwicklung moderner Elektrofahrzeuge regelmäßig diskutiert werden, mehr hier.
Inhaltsverzeichnis
- Mercedes cla als hoffnungsträger
- Kraftfahrt-bundesamt meldungen
- Auto bild und herstellerreaktion
- Prüfung über fahrzeug-identifikationsnummer
Mercedes CLA als Hoffnungsträger
Der CLA gilt bei Mercedes-Benz als wichtiges Modell. Das Elektrofahrzeug erhielt 2024 das Goldene Lenkrad. Tests fielen positiv aus. Umso auffälliger ist die Zahl der Meldungen beim Kraftfahrt-Bundesamt. Die Rückrufe konzentrieren sich auf kurze Produktionszeiträume und frühe Auslieferungen.
In Deutschland bleibt die Gesamtzahl begrenzt. Rund 21.000 Fahrzeuge verkaufte der Hersteller 2025. Die betroffenen Einheiten liegen im dreistelligen Bereich. Eine ähnliche strategische Bedeutung wurde dem Modell auch wirtschaftlich zugeschrieben, zentrale Rolle des CLA.
Kraftfahrt-bundesamt meldungen
Die Warnungen umfassen unterschiedliche technische Punkte. Sie betreffen unter anderem Gurte, Airbags, Assistenzsysteme und die Bremsleistung. Mehrere Rückrufe nennen explizit Brand- und Stromschlaggefahr.
Nach Angaben des KBA sind bislang keine Sach- oder Personenschäden bekannt. Das gilt für alle gemeldeten Maßnahmen. Die Diskussion um technische Sicherheit steht dabei im Kontrast zu allgemeinen Entwicklungen am Markt, mehr dazu.
Wichtige Rückrufe in Deutschland
- Rückruf wegen Brand- und Stromschlaggefahr, Hersteller-Code 1595005, 84 Fahrzeuge
- Rückruf wegen beeinträchtigter Rückhaltewirkung der Gurte, Hersteller-Code 9190024, 32 Fahrzeuge
- Zwei Rückrufe wegen fehlerhafter Window-Airbags, Hersteller-Codes 9193004 und 9192113, 140 Fahrzeuge
- Rückruf wegen unzureichender Befestigung der Sicherheitsgurte, Hersteller-Codes 9190021 und 9190022, 118 Fahrzeuge, auch A- und B-Klasse betroffen
- Rückruf wegen fehlerhafter Assistenzsysteme, Hersteller-Codes 5496601 und 5496603, 594 Fahrzeuge
- Rückruf wegen verminderter Bremsleistung, Hersteller-Code 4290102, 164 Fahrzeuge, auch A-Klasse betroffen
Auto Bild und Herstellerreaktion
Nachfragen von AUTO BILD führten zu einer Stellungnahme des Herstellers. Ein Sprecher erklärte wortgleich:
Mercedes-Benz steht für Sicherheit und Qualität. Durch die fortschrittliche digitale Überwachung können wir selbst kleinste Abweichungen früh erkennen und beheben – oft bevor sie sich auf die Kunden auswirken. Wir halten uns an die höchsten Standards, unabhängig davon, ob ein Rückruf ein Fahrzeug oder viele Fahrzeuge betrifft. Wir bedauern zwar alle Unannehmlichkeiten, die durch Servicebesuche verursacht werden, sind aber stets bemüht, Störungen so gering wie möglich zu halten, und handeln entschlossen, um unser Markenversprechen zu halten.
Mercedes verweist auf kurze Werkstattaufenthalte und eine direkte Kontaktaufnahme mit betroffenen Haltern.
Der Euro-NCAP-Sicherheitstest zeigt, wie der Mercedes CLA Insassen in kritischen Situationen schützt:
Film: YouTube / Kanal Euro NCAP
Prüfung über Fahrzeug-Identifikationsnummer
Kunden können selbst aktiv werden. Auf einer Service-Seite des Herstellers ist eine Abfrage möglich. Sie erfolgt über die Fahrzeug-Identifikationsnummer. So lässt sich schnell klären, ob ein konkreter CLA von einer Maßnahme betroffen ist.
Die Organisation der Rückrufe folgt einem festen Ablauf. Ziel ist eine zeitnahe technische Korrektur ohne längere Ausfallzeiten.
Übersicht der Maßnahmen
| Rückrufgrund | Hersteller-Code | Betroffene Fahrzeuge |
|---|---|---|
| Brand- und Stromschlaggefahr | 1595005 | 84 |
| Gurtrückhaltewirkung | 9190024 | 32 |
| Window-Airbags | 9193004, 9192113 | 140 |
| Gurtbefestigung | 9190021, 9190022 | 118 |
| Assistenzsysteme | 5496601, 5496603 | 594 |
| Bremsleistung | 4290102 | 164 |
Die laufenden Rückrufe betreffen klar abgegrenzte Serien. Nach aktuellem Stand sind keine Schäden dokumentiert, während die technischen Korrekturen bereits umgesetzt werden.
Quelle: AUTO BILD, WEBRIVAIG
FAQ
Was ist der Grund für die Rückrufe beim Mercedes CLA?
Die Rückrufe betreffen überwiegend Fahrzeuge aus den ersten Zulassungsmonaten und hängen mit sicherheitsrelevanten Bauteilen sowie Assistenzsystemen zusammen.
Welche Behörden melden die Rückrufe?
Die Rückrufe werden vom Kraftfahrt-Bundesamt erfasst und veröffentlicht.
Wie viele Fahrzeuge sind in Deutschland betroffen?
Die Zahl der betroffenen Fahrzeuge liegt im dreistelligen Bereich, während rund 21.000 Mercedes CLA im Jahr 2025 in Deutschland verkauft wurden.
Gibt es bekannte Personen- oder Sachschäden?
Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes sind bislang keine Sach- oder Personenschäden im Zusammenhang mit den Rückrufen bekannt.
Welche Bauteile sind von den Rückrufen betroffen?
Betroffen sind unter anderem Sicherheitsgurte, Window-Airbags, Assistenzsysteme sowie Komponenten der Bremsanlage.
Wie werden betroffene Kunden informiert?
Mercedes-Benz kontaktiert betroffene Fahrzeughalter direkt und informiert sie über die notwendigen Maßnahmen.
Wie können Halter prüfen, ob ihr Fahrzeug betroffen ist?
Die Prüfung ist über die Fahrzeug-Identifikationsnummer auf einer Service-Seite von Mercedes-Benz möglich.
Sind lange Werkstattaufenthalte zu erwarten?
Nach Angaben des Herstellers sind lange Werkstattaufenthalte nicht zu erwarten, da es sich um klar abgegrenzte Maßnahmen handelt.
Betreffen die Rückrufe auch andere Mercedes-Modelle?
Einzelne Rückrufe betreffen neben dem Mercedes CLA auch die A-Klasse und die B-Klasse.